Moderner Musterbetrieb in Wien - Inzersdorf

In Wien-Inzersdorf wurde im Mai 1995 einer der modernsten und fortschrittlichsten Nahrungsmittelbetriebe Österreichs eröffnet. Im Beisein von zahlreich erschienener Prominenz aus Politik und Wirtschaft wurde der über die Grenzen unseres Landes hinaus gehend anerkannte Musterbetrieb der Firma Wiesbauer seiner Bestimmung übergeben. In dem mit zahlreichen Pilotanlagen ausgestatteten Betrieb sind 340 Personen beschäftigt. Leitmotiv für den auch architektonisch sehr interessanten Neubau war die Verbindung Mensch - Natur - Technik, die in drei färbigen Säulen, die vor dem Bürogebäude stehen, ausgedrückt wird. Insgesamt wurde rund eine halbe Milliarde Schilling (ca. 36,5 Mio. Euro) in den Neubau investiert. Der neue Musterbetrieb ist bereits mehrfach - u.a. mit dem Innovationspreis Mercur - ausgezeichnet worden. Fünf Teilkonzepte ergeben den modernen Musterbetrieb, der alle Anforderungen der EU voll erfüllt. Außerdem besitzt der Betrieb eine Reihe von Zertifizierungen - u.a. den IFS-International Food Standard (seit 2003) - , die periodisch erneuert werden.

Im Jahr 2010 wurde ein Zubau an die Wiesbauer-Produktion in Betrieb genommen, mit dem 100 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Leitmotiv: Mensch - Natur - Technik

Das Leitmotiv, das hinter dem Betrieb steht, wird durch drei Säulen ausgedrückt, die vor dem Bürogebäude stehen: Mensch - Technik - Natur.

Der Mensch erhält optimale Arbeitsbedingungen: Die Arbeitsräume im gesamten neuen Betrieb sind großzügig, hell und freundlich angelegt, es sind genügend Sozialräume und Hygieneeinrichtungen vorhanden. Schwere klassisch manuelle Fleischerarbeiten werden durch Hilfstechniken übernommen.

Die Ökologie hat bereits in der Planungsphase eine besondere Rolle gespielt. Nicht nur, dass der vorgeschriebene Löschwasserteich als Feuchtbiotop angelegt wurde, es wird erstmals in Österreich in dieser Firmengröße die für den Betrieb benötigte Energie aus einem eigenen umweltfreundlichen Kraftwerk gewonnen.

Die Technik, das sind die zum Teil erstmals in der Branche installierten Pilotanlagen, Systeme und Einrichtungen, soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Zum Beispiel bewegt durch die neuartige Rezepturoptimierung im automatischen Warenfluss nicht der Mensch das Material, sondern das Material wird zum Menschen transportiert.

Fünf Teilkonzepte ergeben den Musterbetrieb

Hinter dem gesamten Neubau steht ein für diese Größenordnung neuartiges Gesamtkonzept, das aus fünf Teilbereichen besteht.

Das CIM-Konzept sorgt dafür, dass der Produktions- und Kommissionierungsprozess optimiert nur noch mit wenig Fachpersonal computergesteuert abläuft.

Das Logistikkonzept wiederum gewährleistet, dass der Materialfluss in genau definierten Bahnen abläuft. Die Identifizierung der Ware und Klarschriftetikettierung erfolgen automatisch.

Wichtig ist natürlich auch das Hygiene-Konzept. Hier werden gesetzliche Bestimmungen, die erst nach der Jahrtausendwende in Kraft treten werden, bereits vorweggenommen. Der Betrieb wird in einzelne Hygienezonen eingeteilt, der Mitarbeiter ist gezwungen, die hygienischen Auflagen des Betriebes genau einzuhalten.

Das ökologische Konzept reicht vom betriebseigenen Blockheizkraftwerk über die Luftreinhaltung bis zur Abwasserreinigung. Messgeräte überprüfen stündlich, ob die vorgegebenen strengen Höchstwerte auch eingehalten werden, wie z.B. die Messung des PH-Wertes des Abwassers. Teil des ökologischen Konzepts ist das betriebseigene Energiekonzept, in dem eine vollständige Nutzung der Wärmerückgewinnung verwirklicht ist.

Und schlussendlich gibt es noch ein neuartiges Kühlkonzept. Die Ware wird hundertprozentig im gesamten Produktions- und Kommissionierungsprozess auf der richtigen Temperatur gehalten. Dafür sorgen u.a. 2 Verpackungsbereiche für Frisch- und Dauerware, unterschiedliche Kommissionierungsbereiche und eigens temperierte Bereitstellungsflächen vor dem Abtransport im Lieferwagen.

Diese fünf Konzepte werden dafür sorgen, dass dieser neue Musterbetrieb nicht nur für die Gegenwart sondern auch für die Zukunft gebaut wurde.

login »JPETo™ CMS © Martin Thaller, Vienna, Austria

Diese Website speichert Cookies, um Sie von anderen Besuchern zu unterscheiden. Wenn Sie auf dieser Website weitersurfen, ohne Ihre Browsereinstellungen zu ändern, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen.